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Vollautomatisch, präzise, flexibel: eine Holz-Metall-Fensterfertigung für die Zukunft

2025 und damit im Jahr des 200. Gründungsjubiläums kam eine Baumaßnahme zu einem guten Ende, durch die die Produktionsfläche verdoppelt wurde. Vollautomatisch werden auf neuen Anlagen Blendrahmen bis zu einer Größe von 4.800 mm x 3.000 mm und Flügel bis zu 3.000 mm x 3.000 mm gefertigt. Damit hat das Unternehmen sein Ziel erreicht, alle heute gängigen Fensterformate vollautomatisch zu fertigen. Geplant haben den Ausbau der Hallen ebenso wie die neuen Produktionsanlagen Thomas Baumgartner und seine drei Söhne Adrian, Fabian und Stefan. Stefan Baumgartner sprach mit Roto Inside über die Vorhaben 2026 und 2027.


Anlagenbau für die Zukunft

„Die Weiterentwicklung unserer Anlagen hört im Grunde nie auf, weil wir uns jede effizienz- und qualitätssteigernde Zukunftstechnologie zu eigen machen wollen“, betont er. Seit mehr als 20 Jahren arbeite die Familie mit ihrem Anlagenbauer Lemuth und ihrem Beschlaglieferanten Roto eng zusammen, um die vollautomatische Holzfensterfertigung stetig weiterzuentwickeln.

Wann immer Mitarbeitende und Entscheider der G. Baumgartner AG aus ihrer täglichen Beratungs- und Planungspraxis berichten, stoßen sie bei Roto auf offene Ohren. Das mache den Unterschied, denn so erreiche man immer wieder Verbesserungen. „Roto ist aus unserer Sicht beim Beschlag führend und deshalb so wichtig für uns.“ Gemeinsam habe man sich einen Vorsprung erarbeitet.

Neueste Technik auf drei Etagen

2026 werden im Untergeschoss der erweiterten Firmenhallen ein neues, digitalisiertes Fertigproduktlager mit Schieberegalen, im Erdgeschoss eine neue Zerspanungsanlage und im Obergeschoss eine neue Beschichtungsanlage eingebaut. 2027 sollen neue Anlagen für den Holzzuschnitt und den Flügelbeschlag folgen. Roger Schaer, Geschäftsführer der Roto Frank (Schweiz) GmbH, berichtet, dass im Laufe der Jahre die Zahl der notwendigen Anpassungen immer kleiner wurde, da die Konstruktion bereits jede mögliche Form der Verarbeitung im Blick hat.

„Roto konstruiert jedes Bauteil so, dass es manuell, teil- oder vollautomatisch gleichermaßen sicher verarbeitet werden kann.“

Ein Roboter kann jede Komponente greifen, drehen, positionieren und verschrauben.

Vollautomatische Beschlagmontage des Roto NX

Einerlei, ob gerade Erdgeschossfenster in RC 2 oder Fenster für ein Hochhaus mit hohen Windlasten in RC 1 oder Fenster mit Standardsicherheit gefertigt werden – alle benötigten Bauteile aus dem Beschlagprogramm Roto NX werden vollautomatisch montiert.

Stetig wächst die Zahl der Elemente, die mit einer verdeckten Bandseite bestellt werden. Auch auf diesen Nachfragetrend sei Baumgartner gut vorbereitet. Im laufenden Jahr werde die verdeckte Bandseite Roto NX | C in die Produktion integriert.

Kurze Lieferzeiten, hohe Zuverlässigkeit

Die 2024 in Betrieb genommene Fertigungslinie für die Montage der Blendrahmenbeschlagteile ebenso wie ein großes Fertigwarenlager für vorproduzierte Elemente sorgen dafür, dass Kunden immer kurze Lieferzeiten und höchste Zuverlässigkeit erwarten können. „Natürlich arbeiten wir mit unseren Kunden in der Regel so eng zusammen, dass Fenster möglichst unmittelbar nach der Fertigung auf die Baustelle kommen“, betont Stefan Baumgartner. Er ist selbst in Vertrieb, Planung und Projektorganisation involviert. „Aber wenn es doch einmal Verzögerungen im Bauablauf gibt, können die Elemente in unserem Fertigwarenlager geschützt warten, bis ihr Einbau beginnt. Das ist ein ebenso wichtiger Service wie die Planungsleistung, die wir vor der Produktion erbringen.“
 

Fachplanung inklusive

„Eine technisch umfassende Beratung spielt in der Zusammenarbeit mit Bauunternehmen und Investoren eine immer wichtigere Rolle“, berichtet der Unternehmer. Vor allem Fragen des vorbeugenden Brandschutzes verlangen zunehmend hohe Fachkompetenz des Fensterbauers im Austausch mit den Projekt- und Bauleitern. Für Entlastung sorgt dabei die Zusammenarbeit mit Roto.

„Unsere Brandschutzelemente mit Roto NX sind umfangreich geprüft und zugelassen.“

Für Planer und Investoren ist das ein entscheidender Mehrwert – und verschafft Baumgartner die Poleposition, sobald Projekte besondere Brandschutzanforderungen erfüllen müssen.


Messbar besser

Ebenso wichtig wie das Angebot von Fenstern mit geprüftem Brand- und Einbruchschutz ist den Auftraggebern auch die Ökobilanz der Elemente von Baumgartner. Diese sei um mehr als 70 % besser als die eines durchschnittlichen Holz-Alufensters, was auch belegt werden könne, betont Stefan Baumgartner.

Schon seit der Jahrtausendwende ist die Fensterfabrik in Cham als „grüne Fabrik“ weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Auch die jüngst realisierten Erweiterungen wurden ganz im Sinne von Umwelt- und Heimatschutz geplant. „Wir versprechen unseren Kunden, dass sie zertifizierte, besonders nachhaltige und umweltschonend produzierte Holzfenster von uns bekommen. Da ist es nur natürlich, dass wir selbst alles tun, um Emissionen aus unserer Fertigung zu minimieren und selbst nachhaltig zu bauen“, so die Einstellung der Familie.

Schritt für Schritt habe man über viele Jahre die Planungen gemeinsam mit den Behörden und Fachleuten entwickelt. Auch die Information der Bevölkerung habe man stets sehr ernst genommen. Dafür wurden die Baumgartners im Rahmen der Volksabstimmung mit einer deutlichen Mehrheit für ihre Fabrikerweiterung belohnt. „Das hat uns sehr glücklich gemacht, denn schließlich geht es nicht nur um die Zukunft unseres Unternehmens, sondern auch um die Zukunft der Menschen und des Planeten, auf dem wir leben.“

www.baumgartnerfenster.ch

Dieser Artikel erschien in der Roto Inside 61