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Vom Pflichtenheft zur Produktfamilie

Was gab den Ausschlag, ein derart breites Produktprogramm zu entwickeln?

Theresa: Die clevere Roto Technik verbirgt sich bei den meisten Roto Produkten in der Tür oder im Fenster und integriert sich möglichst unauffällig in die Architektur. Nicht so bei den Türbändern. Sie sind als Dreh- und Angelpunkt für die Funktion einer Tür grundlegend und sichtbar. Gleichzeitig rückt die Tür immer mehr als Designobjekt in den Fokus. Deshalb war es uns wichtig, für unsere Kunden attraktive Bänder zu entwickeln, die gleichzeitig beste Technik und Qualität bieten.

Martin: Bei Roto ist immer der Systemgedanke treibend. Unser Entwicklungsziel war es, Herstellern von Haustüren mit der neuen Bandfamilie ein lückenloses Sortiment für alle Profilvarianten an die Hand zu geben.

Tom: Um tatsächlich alle Kundenanforderungen zu erfüllen, sollte und musste die Bandfamilie eine große Sortimentsbreite abdecken. Das ist uns gelungen. Durch ihre schlanke Formgebung fügen sich Solid-B-Bänder der P-Familie ohne Konturversatz unabhängig von der Bandeinstellung harmonisch in jedes Türdesign ein.

Welche besonderen Stärken und Vorteile zeichnen die Bänder aus?

Martin: Der in die Bandrolle integrierte Verstellmechanismus sorgt für eine komfortable, stufenlose Höhen-, Seiten- und Anpressdruckverstellung. Neben der Optik ist die Technik zentral. Eine Tür muss einfach zu bedienen sein und zuverlässig über viele Jahre funktionieren – bei Mehrfamilienhäusern sogar bei intensivem Gebrauch.

Theresa: Egal ob breite oder schmale, leichte oder schwere Türen, Solid B bietet vielfältige Möglichkeiten für zahlreiche Ausführungen. Mit dem durchgängigen Design aller Bänder können unterschiedlich schwere Türen für ein Objekt ästhetisch aufeinander abgestimmt werden. Und selbstverständlich unterstützen die Bänder auch die Einbruchhemmung. Mit den Rollenbändern 222 P und 322 P können Türen der Einbruchschutzklasse RC 2 und SKG** gefertigt werden.

Stichwort Montagefreundlichkeit und einfache Justierung – was leisten die Türbänder in diesem Zusammenhang?

Theresa: Die Herausforderung bei Rollenbänder besteht darin, dass für ihre Einstellung wenig Platz zur Verfügung steht. Die P-Familie löst diese Herausforderung und bietet eine einfache Montage und Justierung.

Martin: Und das Wichtigste: Bei der Justierung der Tür kommt es zu keiner Spaltbildung zwischen Flügel und Rahmenband, weil die Verstellmechanismen in die Bandrolle integriert sind.

Tom: Die Integration des Verstellmechanismus hat einen weiteren Vorteil: Alle Einstellungen sind einfach ohne Aushängen der Tür mit direkter optischer Kontrolle möglich. Dank großer Verstellwege lassen sich Fertigungs- und Profiltoleranzen leicht ausgleichen. Sie sorgen außerdem dafür, dass die Tür jahrelang einwandfrei funktioniert.

Wie ist das Projekt entstanden, eine solche Bandfamilie zu entwickeln?

Theresa: Es wurde tatsächlich durch konkrete Kundenbedürfnisse initiiert. Gesucht wurde nach Designlösungen mit filigranen Rollenbändern und einem großen Verstellbereich.

Tom: Roto bot früher nur falzverschraubte Rollenbänder für Türen bis 120 kg an. Auf den Trend zu immer größeren Türen wollten wir reagieren. Das dreiteilige Rollenband 322 P zum Beispiel eignet sich für Eingangstüren aus Kunststoff, Holz und Aluminium bis 160 kg Flügelgewicht.

Wie können wir uns den Entwicklungsprozess vorstellen?

Martin: Projekte werden bei Roto in interdisziplinären, internationalen Teams bearbeitet, gebildet aus Produktmanagement, Vertrieb, Entwicklung und Produktion. Gemeinsam mit den Kalsdorfer Door-Experten haben wir in Workshops relevante Anforderungen definiert. Mit den Erfahrungen aus den Märkten und den bisherigen Entwicklungen entstand daraus im Team ein Gesamtsortiment, das nahezu alle Anwendungsfälle in den verschiedenen Märkten abdeckt.

Neben der Sortimentsbreite waren die möglichst geringe Profilabhängigkeit und die dreidimensionale Einstellung der Bänder die größten Anforderungen. Und das in einem Markt, in dem es für die Bänder bereits viele Patente gibt. Diese Herausforderung haben wir erfolgreich auch durch die enge Zusammenarbeit mit der Patentabteilung gemeistert und noch ‚einen obendrauf gesetzt‘. Gelungen ist uns das, indem wir die Verstellmöglichkeiten in die Bandrolle integriert haben. Damit können die Bänder bei geschlossener Tür eingestellt werden, d. h. man sieht sofort, was man tut. Eine absolute Zeitersparnis bei der Justierung!

Tom: Übrigens arbeiten wir kontinuierlich daran, Kundenwünsche zu erfüllen. Es gab zum Beispiel die Anforderung, die Technik möglichst vollständig zu verdecken. Die gefundene Lösung begeistert: Mit den Abdeckhülsen mit langem Schenkel kann nicht nur die Mechanik komplett verdeckt werden. Verarbeiter sind nun auch hinsichtlich der farblichen Gestaltung absolut flexibel. Denn für ein einheitliches Farbkonzept müssen zum Beispiel bei dreiteiligen Rollenbändern nur noch drei Abdeckhülsen beschichtet werden, nicht mehr neun Bauteile.

Die Türbänder Solid B der P-Familie werden in Kalsdorf produziert. Warum?

Martin: Unser Kalsdorfer Werk verfügt über die höchste Kompetenz für den Zinkdruckguss.

Theresa: Dank des eigenen Werkzeugbaus können wir maximale Qualität in der Produktion der Bänder gewährleisten. Und für höchsten Korrosionsschutz kann Kalsdorf ebenfalls garantieren. Es war herausfordernd, alle im Lastenheft definierten Anforderungen und hinterlegten europäischen Normen zu erfüllen. Aber durch die räumliche Nähe von Konstruktion und Prüflaboren ist es gelungen, in relativ kurzer Zeit dieses sehr breite Produktprogramm in geprüfter Qualität am Standort Kalsdorf zu entwickeln.

Tom: Wir sind davon überzeugt, dass die P-Rollenbandfamilie alles bietet, was die Montage leichter und sicherer macht. Mehr Design und garantiert langlebige Technik. Wir sind stolz auf unser neues Programm!

So funktioniert die schnelle Tür-Justierung ohne Aushängen der Tür

Roto Solid B I 218 P / 318 P / 222 P / 322 P richtig justieren

Dieser Artikel ist in der Roto Inside 57 erschienen.