15.11.2016

Fachpressetag 2016: Nah am Kunden

Roto will „maximalen Kundennutzen“ / Ohne Professionalität keine Individualität – und umgekehrt / 100 Mitarbeiter im Geschäftsgebiet Zentraleuropa / Drei Fallbeispiele aus drei Ländern / Deutschland: Für Differenzierung gesorgt / Österreich: Profilierung gesichert / Schweiz: Durchsatz erhöht / 2017 Themen-Trio im Fokus

Exemplarische Praxisbeweise

Berlin/Leinfelden-Echterdingen – (rp) „Wer sich wie wir dem maximalen Kundennutzen verschrieben hat, muss auf jeder Ebene auch zu maximaler Leistung bereit sein.“ So lautete das Credo des Statements von Volker Fitschen während des 11. Internationalen Roto- Fachpressetages. Der Geschäftsleiter Zentraleuropa der Division Fenster- und Türtechnologie schilderte Mitte November 2016 an unterschiedlichen Fallbeispielen, was die daraus resultierende „Lösungskompetenz in der Praxis“ konkret bedeutet und zu welchen Ergebnissen sie für die Kunden führt. Der gemeinsame Nenner: ohne Professionalität keine Individualität – und umgekehrt.

Zum Geschäftsgebiet Zentraleuropa des Beschlagspezialisten gehören Deutschland mit etwa 6.700, Österreich mit rund 450 und die Schweiz mit ca. 250 Fenster- und Türenherstellern. Um die Betreuung der Marktpartner kümmern sich insgesamt fast exakt 100 Mitarbeiter, hieß es in Berlin. Auf der Basis des umfassenden System- und Dienstleistungsangebotes sei es ihr Ziel, die „kundennutzenorientierten Kernbotschaften täglich mit Leben zu erfüllen“. Fitschen wählte für seine „exemplarische Beweisführung“ ein naheliegendes Motto: drei Erfolgsprojekte aus drei Ländern für drei zentrale Zusagen.

„Roto funktioniert immer“ – zum Beispiel in Deutschland

Extern durch ein neues Produktportfolio differenzieren und intern Prozesse optimieren – von diesen Prioritäten ließ sich die Fenstertechnik brand GmbH bei der Suche nach einem „stabilen Industriepartner mit zukunftsfähigen Beschlaglösungen“ leiten. Das Familienunternehmen im thüringischen Creuzburg-Ifta, das Fenster und Türen aus Kunststoff und Aluminium fertigt und primär über den Baustoff- und Bauelementehandel vertreibt, habe sich am Ende für das „überzeugende Roto-Konzept“ entschieden. Die ebenso logische wie komplexe Konsequenz: Umstellung der gesamten Fensterproduktion.

Die Differenzierungs-Prämissen erstreckten sich laut Fitschen auf mehrere Segmente als Folge aktueller Nachfragetrends. Daraus resultierten spezifische Kundenanforderungen bzw. Roto-Lösungen. Im Einzelnen sei es dabei um Sicherheit, Elektrifizierung, Bedienkomfort und Prozessoptimierung gegangen. In Summe schlage sich der konkrete Kundennutzen in einer ganzen Reihe von Positiveffekten nieder.

So sorge das universelle „NT“-Beschlagprogramm u. a. mit dem gegenläufigen Mittelverschluss (Sicherheit), dem Magnetschnäpper und dem Stulpflügelgetriebe Plus (Komfort) ebenso für die gewünschten Differenzierungsmöglichkeiten wie der verdeckt liegende elektrische Fensterantrieb „E-Tec Drive“. Hinzu kämen eine erhöhte Flexibilität durch den variablen Wechsel zwischen den unterschiedlichen Beschlagstufen, die Zeitersparnis durch eine leichtere Beschlagmontage („Clip & Fit-System“) sowie die optimierte Lagerhaltung durch die dank des „NT“-Sortimentes ausgeprägte Gleichteileverwendung. Auch der Einsatz des „Quadro Safe“-Vermarktungskonzeptes für sichere Fenster sei zu nennen. Schließlich habe sich die ebenso individuelle wie intensive Betreuung durch die Vertriebs- und Spezialisten-Teams für den ambitionierten Kunden ausgezahlt.

„Roto ist immer eine gute Idee voraus“ – zum Beispiel in Österreich

Bei der Josko Fenster und Türen GmbH stand das Thema „Sicherheit“ auf der Profilierungs-Agenda, erklärte der Geschäftsleiter Zentraleuropa. Dabei seien effiziente Beschlag- und Vermarktungskonzepte gleichermaßen gefragt gewesen. Der im oberösterreichischen Kopfing beheimatete Produzent von Fenstern und Türen aus Holz, Holz/Alu, Composite/Alu, Kunststoff und Kunststoff/Alu sowie Sonnenschutzsystemen im gehobenen Qualitätssegment kooperiere im Vertrieb mit exklusiven Franchise-Partnern, weise eine Exportquote von knapp 20 % aus und könne sein hohes Niveau bereits viermal mit dem renommierten „red dot design award“ untermauern.

Im Produktbereich habe man das Anforderungsprofil in mehrfacher Hinsicht erfüllt. Während die vier „Quadro Safe“-Komponenten danach eine weitere Sicherheitsstufe ermöglichten, realisierte die Umstellung auf das KSR-Getriebe (Kippen Senkrecht) ein einheitliches Beschlagkonzept für alle Serien. Damit verbunden waren eine deutlich reduzierte Bauteilzahl, eine schnellere und einfachere Montage sowie eine größere Prozesssicherheit. Durch den kompletten Wechsel auf den „Line“-Fenstergriff sei eine Abstimmung der Stiftlängen auf die jeweiligen Sicherheitsstufen und Profilsysteme gelungen. Konkrete Logistikvorteile resultierten zudem aus der geringeren Griffvarianten-Zahl.

Auch auf der Vermarktungsebene hätten Josko und Roto gemeinsam „Pionierarbeit“ in Österreich geleistet. Das Instrument: die markt- und landesspezifische Anpassung der „Quadro Safe“-Einbruchschutzkampagne. So seien überregionale und lokale Aktionspakete entwickelt sowie über 80 Josko-Partner zur Mitwirkung gewonnen worden. Die – gemessen am gesamten Fensterverkauf – von 10 % auf 20 % verdoppelte Sicherheitsfenster-Quote dürfte nicht zuletzt auf dieser Initiative beruhen, glaubt Fitschen und sieht sich darin durch das „sehr positive Kundenfeedback“ bestätigt.

„Roto macht Produktion immer einfacher“ – zum Beispiel in der Schweiz

Ganz anders war die zu lösende Aufgabe bei der swisswindows AG mit Sitz in St. Gallen. Das Unternehmen, das die Strategie „Aus der Schweiz für die Schweiz“ praktiziere, sei nicht nur der größte Kunststofffensterhersteller des Landes, sondern produziere auch Serien aus Kunststoff/Alu, Holz und Holz/Alu. Die Verkaufsorganisation bestehe aus einer eigenen Vertriebsmannschaft und exklusiven Fachpartnern.

Das klar definierte Projektziel: deutliche Durchsatzerhöhung im Holz/Alu-Sektor durch optimierte Fertigungsprozesse. Fitschen bezeichnete das als „klassischen Fall“ für die „Roto Lean“-Experten. In enger Abstimmung mit dem Kunden setzten sie aus dem sechsteiligen Beratungsangebot die Module F (Fertigung im Fluss) und P (Projektbegleitung und Fertigungsplanung) ein. Ihre Tätigkeit habe die gewünschte Wirkung nicht verfehlt, wie ein Blick auf die konkreten Ergebnisse zeige. Die messbare Bilanz umfasse reduzierte Arbeitsinhalte an der „neuralgischen“ Station „Rahmenpresse“, eine dauerhafte Qualitätsanhebung, besser vernetzte Arbeitsabläufe, einen effektiven Personaleinsatz sowie einen gestiegenen Fensterausstoß durch den nun möglichen Zwei-Schicht-Betrieb. „Voll erreichte Ziele“ meldeten denn auch die zufriedenen Verantwortlichen bei swisswindows.

Sicherheit, Schiebesysteme und Komfort

Apropos „Schweiz“: In seiner Vorschau auf die für Zentraleuropa 2017 relevanten Schwerpunktthemen kündigte der Geschäftsleiter u. a. die Ausdehnung der „Quadro Safe“-Offensive auf die Schweiz an. Wie schon in Österreich bleibe das Grundkonzept der Kampagne unverändert, werde aber natürlich wieder den landes- und kundenspezifischen Bedürfnissen angepasst. Geplant sei, mit der Realisierung bereits Anfang des Jahres zu beginnen.

Sicherheit gehöre auch generell zu den drei aktiv bearbeiteten „Trendthemen“ 2017. Außerdem gehe es um die Kompetenzfelder „Schiebesysteme“ mit der neuen Parallel- und Kippschiebe-Generation „Patio Alversa“ und „Komfort“. Neben „E-Tec Drive“ sei hier die mechanische Mehrfachverriegelung „Safe C 600“ hervorzuheben. Ihr neues Getriebe mache sie noch leichtgängiger und sorge gemeinsam mit der integrierten Flüsterfalle für ein kräftiges Komfortplus. Und die themenübergreifende Klammer? Für Fitschen ist das keine Frage: „Unser Engagement für maximalen Kundennutzen.“

 

 

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